Es geht schon wieder los
Da ich dieses Textchen vor gut vier Wochen schreiben wollte, steht die Überschrift etwas unpassend im Raum, denn genau vier Wochen ist es her, dass ich wieder zur Volkshochschule gehe. Den Wiedereinstieg mit so einer Mischung aus Freude und Bangigkeit (Hilfe, ich weiß gar nichts mehr!) gebührend zu feiern, habe ich gründlich verpasst.
Es ist ein wenig paradox, dass ich gerade heute, da ich mich kränkelnderweise entschlossen habe, nach der Arbeit direkt nach Hause zu fahren und den Volkshochschulkurs für einen Abend sausen zu lassen, Zeit habe, der VHS schreibend zu huldigen.
Volkshochschulkurse sind etwas Wunderbares. Weiterbildung, vor allem auf freiwilliger Basis, ist schön und anregend zugleich. Und Menschen, die sich Zeit für Hobbys und Weiterbildung vom Alltag abtrotzen, fühle ich mich verbunden. Nicht jeder aber ist trotzig genug. Wer schon ein Weilchen an der VHS ist, weiß, dass die Anzahl der Kursteilnehmer in der Regel auf die Hälfte schrumpft. Etliche kommen nur ein oder zwei Mal. Da lobe ich mir doch die Meinung des netten Ehepaares aus unserem Kurs. Beide haben mit dem Lehrstoff zu kämpfen, aber sie sind der Ansicht, dass sie den Kurs nun einmal bezahlt haben und deshalb auch ein Recht auf Teilnahme haben. Grundkurse, auch das lernt man mit der Zeit, gibt es reichlich, Aufbaukurse seltener. Diejenigen, von denen ich immer dachte, sie machen weiter bis zur Sprachkundigenprüfung, haben sich längst verabschiedet, und ich möchte gar nicht wissen, ob es Über- oder eher Unterforderung war, die sie aufgeben ließen. Ich fühle mich wohl unter denen, die geblieben sind. Weil Unvernunft unerlässlich ist, um mich für etwas begeistern zu können, bin ich nicht im längst fälligen Englischkurs, sondern im Aufbaukurs Italienisch.
Volkshochschule ist längst nicht mehr nur „Schule“ und Frontalunterricht. Gelernt wird in entspannter Atmosphäre, die sich um so mehr lockert, je länger und besser sich die Kursteilnehmer kennen. Die nette Gruppe, die Pausengespräche, das Gefühl, zu einem Kern zusammengewachsen zu sein, waren für mich ausschlaggebend, weiterzumachen. Und die Tatsache, dass sich Kopf und Bauch in einer Sache noch nie so einig waren, ohne dass ich exakt zu sagen gewusst hätte, warum eigentlich. Entscheidend waren eher Momente wie der letzte Abend vom Grundkurs, als wir „Azzurro“ von Adriano Celentano übersetzten und schließlich (alle!) sangen. Und die anderen Teilnehmer, deren Fleiß und Begeisterungsfähigkeit anspornen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Kurs nicht der letzte ist, den ich belegen werde. Und mit Sicherheit bin ich nächste Woche wieder dabei.
Es ist ein wenig paradox, dass ich gerade heute, da ich mich kränkelnderweise entschlossen habe, nach der Arbeit direkt nach Hause zu fahren und den Volkshochschulkurs für einen Abend sausen zu lassen, Zeit habe, der VHS schreibend zu huldigen.
Volkshochschulkurse sind etwas Wunderbares. Weiterbildung, vor allem auf freiwilliger Basis, ist schön und anregend zugleich. Und Menschen, die sich Zeit für Hobbys und Weiterbildung vom Alltag abtrotzen, fühle ich mich verbunden. Nicht jeder aber ist trotzig genug. Wer schon ein Weilchen an der VHS ist, weiß, dass die Anzahl der Kursteilnehmer in der Regel auf die Hälfte schrumpft. Etliche kommen nur ein oder zwei Mal. Da lobe ich mir doch die Meinung des netten Ehepaares aus unserem Kurs. Beide haben mit dem Lehrstoff zu kämpfen, aber sie sind der Ansicht, dass sie den Kurs nun einmal bezahlt haben und deshalb auch ein Recht auf Teilnahme haben. Grundkurse, auch das lernt man mit der Zeit, gibt es reichlich, Aufbaukurse seltener. Diejenigen, von denen ich immer dachte, sie machen weiter bis zur Sprachkundigenprüfung, haben sich längst verabschiedet, und ich möchte gar nicht wissen, ob es Über- oder eher Unterforderung war, die sie aufgeben ließen. Ich fühle mich wohl unter denen, die geblieben sind. Weil Unvernunft unerlässlich ist, um mich für etwas begeistern zu können, bin ich nicht im längst fälligen Englischkurs, sondern im Aufbaukurs Italienisch.
Volkshochschule ist längst nicht mehr nur „Schule“ und Frontalunterricht. Gelernt wird in entspannter Atmosphäre, die sich um so mehr lockert, je länger und besser sich die Kursteilnehmer kennen. Die nette Gruppe, die Pausengespräche, das Gefühl, zu einem Kern zusammengewachsen zu sein, waren für mich ausschlaggebend, weiterzumachen. Und die Tatsache, dass sich Kopf und Bauch in einer Sache noch nie so einig waren, ohne dass ich exakt zu sagen gewusst hätte, warum eigentlich. Entscheidend waren eher Momente wie der letzte Abend vom Grundkurs, als wir „Azzurro“ von Adriano Celentano übersetzten und schließlich (alle!) sangen. Und die anderen Teilnehmer, deren Fleiß und Begeisterungsfähigkeit anspornen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Kurs nicht der letzte ist, den ich belegen werde. Und mit Sicherheit bin ich nächste Woche wieder dabei.

