30 November 2008

22 November 2008

Und so...



…war es in Rom und Civitavecchia:
http://www.sternstaub.org/forums/topic.php?id=2124&s=a6544671e16fd49e01a3376d1cfd2f23

08 November 2008

Zeit

Es gibt Tage, an denen das Zeitempfinden deutlich anders ist als sonst.

Schon beim Aufstehen hatte ich den Wunsch nach Ruhe, nach Verinnerlichung, nach einem Tag ganz ohne Termine und Vorhaben. Und ich hatte das Gefühl, dass mir dieser Tag entgleitet, davonfliegt, ohne dass ich das Geringste dagegen tun kann.

Nachdem ich meinen Morgenkaffee umgerührt hatte und auf die Uhr sah, fuhr ich erschrocken hoch, weil seit dem letzten Blick darauf fast eine Viertelstunde vergangen war.
Ein kurzes Musikstück, das mir seit dem Vortag nicht mehr aus dem Kopf ging, wollte ich hören, ehe ich mich in die Tretmühle des Alltags begeben würde. Ich rief es im Internet auf, hörte es und versank darin. Gerade noch konnte ich mich zwingen, es nicht wieder und wieder abzuspielen und dabei meinen Gedanken nachzuhängen. An solchen Tagen könnte ich schreiben, immerfort schreiben, und käme kaum mit dem Tippen nach, so viel fiele mir ein. Tatsächlich aber bringe ich keinen einzigen Text zustande, weil mir die Zeit zum Schreiben fehlt, und all meine Gedanken bleiben verschüttet, bis sie wieder einmal heraus wollen und doch nicht niedergeschrieben werden.

Thomas Mann hat in seinem berühmten Roman „Der Zauberberg“ ebenso treffende wie paradoxe Betrachtungen über die Zeit und das Zeitempfinden angestellt. Im Urlaub las ich wieder einmal in diesem Buch, dem man als Leser sehr viel Zeit schenken muss, um dieses einzigartige Geschenk gebührend annehmen zu können. An diese Betrachtungen denke ich oft und an Tagen wie diesem noch öfter.

Die Arbeit ging mir schlecht von der Hand, ich war langsam und unkonzentriert, so dass es fast beruhigend war, dass auch das Computernetzwerk, an dem ich arbeite, an diesem Tag sehr langsam und störanfällig war. Ich hätte besser zu Hause bleiben sollen!
Dann aber hatte ich ein längeres privates Gespräch, für das ich mir an anderen Tagen sicher nicht so viel Zeit genommen hätte, und das ergab wiederum Sinn.

Einen Termin, den ich durchaus noch am Nachmittag einschieben wollte, ließ ich dann sausen, weil mir klar wurde, dass ich Zeit brauchen würde, um ihn angemessen wahrzunehmen, und diese Zeit eher am Wochenende haben würde.

Thomas Mann schrieb, dass Zeiträume, die man als leer empfindet, in der Erinnerung zusammenschrumpfen.
Tage und Momente, an die ich mich besonders intensiv erinnere, waren solche, an denen ich nur sehr wenig getan, dafür aber viel gedacht und genau betrachtet habe. Nachmittage, an denen ich gelesen habe und an denen für mich nur das Buch existierte. Sommerabende, an denen ich nur in den Himmel schaute, die Mauersegler beobachtete und miterlebte, wie der Tag ganz langsam ging. In solchen von jeglichen Vorhaben freien Augenblicken spüre ich das Leben und fühle mich lebendig.
Für die Zukunft wünsche ich mir mehr davon.

02 November 2008

Zurückgekehrt...



... von dort bin ich. Den Reisebericht verlinke ich, sobald er fertiggestellt ist.