Jetzt schon an Weihnachten denken
Zugegeben, ich bin kein Weihnachtsfan. Um den ersten Advent herum macht es noch Spaß, aber danach sehe ich nur noch Arbeit auf mich zukommen und freue mich in Gedanken schon darauf, dass die Feiertage irgendwann vorbei sind. Für die Geschenke bin ich zuständig, für Weihnachtskarten und kleine Aufmerksamkeiten, für das leibliche Wohl und meist auch dafür, dass im Büro alles läuft.
Ein Abend im Dezember jedoch ist ein besonderer für mich. Für diesen Abend muss man rechtzeitig vorsorgen, denn die Karten sind begehrt. Ich meine Karten für das Weihnachtsoratorium, vom Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche aufgeführt.
Beides, das Oratorium und die Kreuzkirche, sind für mich seit meiner Kindheit mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest verbunden. Schon als Kinder durften wir zum Weihnachtsliederabend mit in die Kreuzkirche, und schon damals genoss ich die besondere und feierliche Atmosphäre in der so schlichten, festlich erleuchteten Kirche. Wir hatten zuhause eine Schallplatte mit ausgewählten Stücken aus dem Weihnachtsoratorium. Beim Plätzchenbacken, Basteln oder anderen Vorbereitungen lief diese Platte oft im Hintergrund, und ich fand allmählich Gefallen an der Musik. Irgendwann mochte ich sie so sehr, dass ich die Platte auch mal im Sommer auflegte, was aber doch eine Ausnahme blieb, denn schon als Kind lernte ich von meinen Eltern, dass das Besondere seinen Reiz verliert, wenn man es zu oft genießen will.
In diesem Jahr war ich schon ein wenig spät dran mit dem Kartenkauf, bekam aber noch, was ich begehrte. Als ich die Karten für das Weihnachtsoratorium in meinem Rucksack verstaute, fühlte ich mich, als wäre mir ein Stern vom Himmel in mein Gepäck gefallen. Ich stieg auf mein Fahrrad, und als ich nach Hause fuhr, hörte ich den Klang der Bachtrompete und die Melodien meiner Lieblingsstücke. Ich erinnerte mich an die vergangenen Jahre und die Tage, die jenen Abenden vorangingen.
Es war immer ein ruhiger Tag, an dem wir uns nichts weiter vornahmen. Nicht einmal mit dem Essen gab ich mir viel Mühe. Nachmittags gab es Stollen, den wir in der Weihnachtszeit ohnehin im Hause haben. Danach machten wir uns bereit und fuhren in die Stadt. Immer tat es gut, den überfüllten Striezelmarkt links liegen zu lassen – die überfüllten Kaufhäuser meide ich ohnehin – und uns unter die Menschen zu mischen, die an den Eingängen der Kreuzkirche zusammen kamen. Es tat gut, langsam die Treppe zur Empore hinaufzusteigen, von Leuten umgeben, die festlich gestimmt und erwartungsfroh waren wie wir. Vorfreude beim Einnehmen der Plätze, beim Blick hinunter ins Kirchenschiff, das bald bis auf den letzten Platz mit Menschen gefüllt war. Vorfreude, als der Kantor, die Kruzianer und die Musiker hereinkamen. Freude, als die Aufführung begann, solange sie andauerte und nachwirkte.
Die Vorfreude beginnt am Ende des Sommers mit dem Erwerb der Karten, mit Freudentränen beim Heimfahren, mit Erinnerungen und Musik, die man nie ganz vergisst übers Jahr.
Ein Abend im Dezember jedoch ist ein besonderer für mich. Für diesen Abend muss man rechtzeitig vorsorgen, denn die Karten sind begehrt. Ich meine Karten für das Weihnachtsoratorium, vom Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche aufgeführt.
Beides, das Oratorium und die Kreuzkirche, sind für mich seit meiner Kindheit mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest verbunden. Schon als Kinder durften wir zum Weihnachtsliederabend mit in die Kreuzkirche, und schon damals genoss ich die besondere und feierliche Atmosphäre in der so schlichten, festlich erleuchteten Kirche. Wir hatten zuhause eine Schallplatte mit ausgewählten Stücken aus dem Weihnachtsoratorium. Beim Plätzchenbacken, Basteln oder anderen Vorbereitungen lief diese Platte oft im Hintergrund, und ich fand allmählich Gefallen an der Musik. Irgendwann mochte ich sie so sehr, dass ich die Platte auch mal im Sommer auflegte, was aber doch eine Ausnahme blieb, denn schon als Kind lernte ich von meinen Eltern, dass das Besondere seinen Reiz verliert, wenn man es zu oft genießen will.
In diesem Jahr war ich schon ein wenig spät dran mit dem Kartenkauf, bekam aber noch, was ich begehrte. Als ich die Karten für das Weihnachtsoratorium in meinem Rucksack verstaute, fühlte ich mich, als wäre mir ein Stern vom Himmel in mein Gepäck gefallen. Ich stieg auf mein Fahrrad, und als ich nach Hause fuhr, hörte ich den Klang der Bachtrompete und die Melodien meiner Lieblingsstücke. Ich erinnerte mich an die vergangenen Jahre und die Tage, die jenen Abenden vorangingen.
Es war immer ein ruhiger Tag, an dem wir uns nichts weiter vornahmen. Nicht einmal mit dem Essen gab ich mir viel Mühe. Nachmittags gab es Stollen, den wir in der Weihnachtszeit ohnehin im Hause haben. Danach machten wir uns bereit und fuhren in die Stadt. Immer tat es gut, den überfüllten Striezelmarkt links liegen zu lassen – die überfüllten Kaufhäuser meide ich ohnehin – und uns unter die Menschen zu mischen, die an den Eingängen der Kreuzkirche zusammen kamen. Es tat gut, langsam die Treppe zur Empore hinaufzusteigen, von Leuten umgeben, die festlich gestimmt und erwartungsfroh waren wie wir. Vorfreude beim Einnehmen der Plätze, beim Blick hinunter ins Kirchenschiff, das bald bis auf den letzten Platz mit Menschen gefüllt war. Vorfreude, als der Kantor, die Kruzianer und die Musiker hereinkamen. Freude, als die Aufführung begann, solange sie andauerte und nachwirkte.
Die Vorfreude beginnt am Ende des Sommers mit dem Erwerb der Karten, mit Freudentränen beim Heimfahren, mit Erinnerungen und Musik, die man nie ganz vergisst übers Jahr.


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